Willkommen!

MAGISTER LAZARUS DISCIPULIS SUIS S.

 

Herzlich willkommen auf meinem Latein-Blog, den ich eigens für euch eingerichtet habe.

Hier findet ihr viele interessante und  nützliche Informationen rund um unseren Latein-Unterricht, z.B.:

  • die Präsentationen mit dem neuen Grammatik-Stoff
  • die Präsentationen mit der Vorerschließung des Lektionstextes
  • realienkundliche Informationen zur Geschichte und Kultur der alten Römer (und Griechen)
  • die Kompetenzraster zur langfristigen und zielgenauen Vorbereitung der Klassenarbeiten
  • Übungen zur Vertiefung und Festigung des Gelernten.


Dieser Blog ist ein "work in progress", d.h. er wächst und gedeiht im Verlaufe eures Latein-Kurses.

Vielleicht habt ihr ja Vorschläge oder Ideen zur weiteren Gestaltung des Blogs?

Ihr könnt (vorausgesetzt alles funktioniert so, wie von mir geplant) auch über diese Seite mit mir per E-Mail in Kontakt treten. Es  besteht sogar die Möglichkeit, diesen Blog zu abonnieren.

 

Ich freue mich auf eure Rückmeldung!

 

VALETE

 

LAZ

 

L28f. - Tandembogen

Tandembogen: Übersetze die Verbformen!

Arbeitet zu zweit. Faltet den Bogen am Knick nach außen und setzt euch so, dass ihr beide eure Seite einsehen könnt. Fragt euch gegenseitig ab. Wechselt nach einem Durchgang die Seiten und geht den Tandembogen ein zweites Mal durch. Die Lösungen hat jeweils die Partnerin / der Partner in den grau unterlegten Feldern. Viel Erfolg!

 

A

B

omnia prudentiā consecuta est.

(omnia prudentiā consecuta est) mit Klugheit hat sie alles erreicht.

(naturam imitando spectatores delectare) durch Nachahmung der Natur die Zuschauer erfreuen

naturam imitando spectatores delectare

viris potentibus studere

(viris potentibus studere) sich für mächtige Männer interessieren/sich um mächtige Männer bemühen

(magna vi animi praeditus) mit großer Geisteskraft begabt/ausgestattet

magnā vi animi praeditus

amatam valde desiderare

(amatam valde desiderare) die Geliebte sehr vermissen

(fratrem maiorem (natu) consulere) den älteren Bruder um Rat fragen

fratrem maiorem (natu) consulere

formam insignis mulieris admirari

(formam insignis mulieris admirari) die Schönheit der ausgezeichneten Frau bewundern

(uxorem suam atrocem esse arbitratus …) in der Meinung, dass die eigene Gattin grässlich sei, ...

uxorem suam atrocem esse arbitratus ...

potentissimum  divitissimumque novisse

(potentissimum  divitissimumque novisse) den Mächtigsten und Reichsten kennen

(prudenti consilio utebatur) … er verfolgte einen klugen Plan.

prudenti consilio utebatur.

vitā iucundā frui.

(vita iucunda frui.) ein angenehmes/schönes Leben genießen

(Mirarisne pulchros feliciores esse homines) Wunderst du dich, dass schöne glücklichere Menschen sind?

Mirarisne pulchros feliciores esse homines?

inter socios et pauperes et divites erant.

(inter socios et pauperes et divites erant.) Unter den Gefährten gab es sowohl Arme als auch Reiche.

(multi convenerunt ad audiendum.) Viele kamen zusammen um zuzuhören.

multi convenerunt ad audiendum.

aliquem ad/in consilium adhibere

(aliquem ad/in consilium adhibere) jemanden zu Rate ziehen

(vestibus novis egere) neue Kleider brauchen

vestibus novis egere

apud aliquem multum valere

(apud aliquem multum valere) bei jemandem viel gelten/großen Einfluss haben

(divitiis non corrumpi) sich durch Reichtum nicht verderben lassen

divitiis non corrumpi

nemini nisi familiaribus fidem habere

(nemini nisi familiaribus fidem habere) nur engen Freunden Glauben schenken (niemandem außer engen Freunden Glauben schenken)

(Cicero ille plures causas egit.) Der berühmte Cicero hat ziemlich viele Prozesse geführt.

Cicero ille plures causas egit!

 

Kompetenzraster: 2. Klassenarbeit (Mo, 18.12. 2017) – Latein 8A (LAZ)

 

 

Kompetenzraster: 2. Klassenarbeit (Mo, 18.12. 2017) – Latein 8A (LAZ)

 

Kompetenzen

Hier finde ich den Lernstoff

Wie ich meinen eigenen Lernerfolg einschätze

A

B

C

Ich beherrsche den Wortschatz der  Actio-Lektionen (1,1- ) 2, 28 - 2, 29.

Lernvokabeln in Actio 1 und 2; (ggf. Tandembogen)

 

 

 

Ich kann die Pronomina hic, ille, qui/quae/quod, idem und quidam  deklinieren.

Actio 1: L7, S. 71; L15, S. 140 ; Actio 2 : L27, S. 65f. und Blog: L27

 

 

 

Ich kann die Verwendungsweise von Demonstrativpronomina in bestimmten festen Ausdrücken memorieren.

Actio 2: L25, S. 47f.

 

 

 

Ich kann die konsonantischen Adjektive vetus, pauper und dives deklinieren.

Actio 2: L28, S. 73f.

 

 

 

Ich kann lateinische Adjektive und Adverbien regelmäßig steigern.

Actio 2, L23, S. 29f.; L24: S. 37

 

 

 

Ich kann lateinische Adjektive und Adverbien unregelmäßig steigern.

Actio 2, L28, S. 73 u. Blog

 

 

 

Ich kann absolute gebrauchte Komparative und Elative angemessen wiedergeben.

Actio 2, L 23, S. 31; L28, S. 74; Blog

 

 

 

Ich kann einen Ablativ des Vergleichs (Abl. comparationis) erkennen und angemessen wiedergeben.

Actio 2, L23, S. 30f.

 

 

 

Ich kann Partizipien der Gleich- oder Vorzeitigkeit (PPA/PPP) erkennen und entsprechend ihrer Satzgliedfunktion als Attribut oder Adverbiale angemessen übersetzen (Merkwort: WURBS: Wörtlich/Unterordnung/Relativsatz/Beiordnung/ Substantivierung).

Actio 2: L25, S. 49; Blog;

Actio 1: L17, S. 157ff.

 

 

 

Ich kann Partizipien von gewissen Deponentien, die zum Ausdruck der Gleichzeitigkeit verwendet werden, angemessen wiedergeben.

Actio 2: L28, S. 74; Blog

 

 

 

Ich kann die Verwendung von „quod“ als Relativpronomen und „quod“ als Subjunktion (dass; weil) unterscheiden.

Actio 1: L5. L15

 

 

 

Ich kann einen A.c.I. der Gleich- oder Vorzeitigkeit erkennen und angemessen übersetzen.

Actio 1: L7, S. 69f.

 

 

 

Ich kann den Merksatz EVA SitZt im BUS memorieren und (die in ihm enthaltenen Siglen) erläutern.

Blog/TE

 

 

 

Ich kann den Merksatz EVA SitZt im BUS auf Abl. absoluti anwenden.

Blog: L29 – GrEinf ; L29 – TE; Actio 2, L29, S. 84f.

 

 

 

Ich kann lateinische Verben im Aktiv und Passiv sowohl im Indikativ als auch im Konjunktiv konjugieren sowie einschlägige Deponentien angemessen übersetzen.

Actio 2: S. 202f; 204f. 206f. L28, S. 74

 

 

 

Ich kann die einschlägigen Deklinationsschemata (Substantive und Adjektive) aus dem Gedächtnis aufsagen.

Actio 2: S. 213f.

 

 

 

Ich kann die im Unterricht behandelte Biographie der Hypatia nacherzählen.

L28: Lektionstext; Blog

 

 

 

Ich kann den Inhalt lateinischer Sätze mit Hilfe der Konstruktionsmethode erschließen.

Unterricht

 

 

 

 

L29: Texterschließung - Ablativus absolutus: EVA SitZt im BUS

 

L 297-22 – TE: AmP – Übersetzung: EVA SitZt im BUS

¨ E: aliis ... concessit, aliis... misit <auctoritate senatūs populique neglectā>.

¨ V:S: modal – Z: VZ

¨ A:BUS: Unter Vernachlässigung der Autorität des Senates und des Volkes gestand er den einen ... zu, den anderen schickte er ... .

¨ A:BUS: den einen gestand er (die gefangenen Feinde als Sklaven) zu, den anderen schickte er (umfangreiche Hilfstruppen); die Autorität des Senates und des Volkes vernachlässigte er auf diese Weise.

 

¨ E: < Omnibus iam sollicitatis> alter consulum in senatu poposcit, ....

¨ V:S: temporal/kausal – Z: VZ

¨ A:BUS: Als/Da alle bereits bereits beunruhigt waren,

forderte der eine der beiden Konsuln im Senat, ...

¨ A:BUS: Alle waren bereits beunruhigt; daher forderte der eine der beiden Konsuln im Senat, ...

 

¨ < His rebus cognitis > Caesar ad suos dixit: ...

¨ V:S: temporal – Z: VZ

¨ A:BUS: Nachdem man/er von diesen Ereignissen erfahren hatte, ...

¨ A:BUS: Auf die Kunde von diesen Ereignissen, ...

sagte Caesar zu seinen Leuten: ...

 

¨ E: <Senatu obstante> Caesar bellum civile parare coepit.

¨ V:S: kausal – Z: GZ

¨ A:BUS: Weil der Senat im Wege stand (eigentlich: sich widersetzte), ...

begann Caesar zum Bürgerkrieg zu rüsten/den Bürgerkrieg vorzubereiten.

 

¨ L 2923-35 – TE: AmPVZ – Übersetzung: EVA SitZt im BUS

¨ E: Quidam putabant eum ... <occasione data > dominationem rapuisse.

¨ V:S: temporal/kausal – Z: VZ

¨ A:BUS: Einige glaubten, dass er ... die Alleinherrschaft an sich gerissen habe,

als/weil die Gelegenheit gegeben war.

 

¨ E: <praemissis clam cohortibus> Ravennae spectaculo publico interfuit ... .

¨ V:S: temporal– Z: VZ

¨ A: BUS: Nachdem er Kohorten heimlich vorausgeschickt hatte,

nahm er in Ravenna an einem öffentlichen Schauspiel teil ... .

 

¨ E: ... <mulis e proximo pistrino ad currum iunctis> occultissimum iter ... ingressus est.

¨ V:S: temporal – Z: VZ

¨ A:BUS:  Nachdem er Maulesel aus/von der nächsten Mühle vor seinen Wagen hatte spannen lassen,

beschritt er / schlug er ... einen hochgeheimen Weg ein.

¨ A:BUS: Er ließ Maulesel von der nächsten Mühle an seinen Wagen spannen und beschritt darauf ... einen hochgeheimen Weg.

 

¨ E: <quo signo dato> traiecit ad alteram ripam.

¨ V:S: temporal – Z: VZ

¨ A:BUS: Nachdem dieses Signal gegeben worden war/er dieses Signal gegeben hatte,

setzte er ans andere Ufer über.

 

 


L29: Gaius lulius Caesar: Das Ende der

Gaius lulius Caesar: Das Ende der „freien" Republik

Wenige Staatsmänner leben so in der Erinnerung fort wie Caesar. Zwei Herrschertitel leiten sich von seinem Namen ab: „Kaiser" und „Zar". Der „Juli" geht auf seinen Familiennamen zurück. Und schließlich ist der von ihm eingeführte „Julianische Kalender“ trotz einer späteren Korrektur immer noch die Grundlage unserer Datierung.

Mit Entschlossenheit zur Macht

Gaius lulius Caesar wurde am 13. Juli 100 v.Chr. in Rom geboren. Von einem Julier erwartete man, dass er in die Politik ging. Caesar erfüllte diese Erwartungen. Er genoss eine hervorragende Ausbildung als Redner und durchlief die gesamte Ämterlaufbahn. Selbstbewusstsein und Entschlossenheit prägten sein Auftreten. So ließ er als junger Mann die Piraten, die ihn auf seiner obligatorischen Studienreise auf die Insel Rhodos entführt hatten, ohne Genehmigung des Statthalters hinrichten.

Im Jahre 59 v.Chr. krönte er seine Karriere mit dem Konsulat. Mit zwei weiteren mächtigen Politikern (mit dem populären Feldherrn Pompeius und dem reichen Crassus) schloss er 60 v.Chr. ein Triumvirat. Dieser „Dreimännerbund" kontrollierte fortan die römische Politik.

Caesar und sein Gallischer Krieg

Im Jahre 58 v.Chr. brach Caesar als Statthalter nach Gallien auf. Er hoffte, seinen Ruf durch die Eroberung neuer Gebiete weiter zu stärken und mithilfe der Kriegsbeute seine enormen Schulden loszuwerden. In sieben Jahren gelang es ihm mithilfe seiner ihm treu ergebenen Soldaten, ganz Gallien – im Wesentlichen das heutige Frankreich –  zu unterwerfen. Man schätzt dass dabei bis zu einer Million Gallier ums Leben kamen und etwa ebenso viele versklavt wurden. Sein politisches und militärisches Vorgehen rechtfertigte Caesar in einer berühmten Schrift, dem „Bellum Gallicum".

Im Jahre 51 v.Chr. schienen Caesars Ziele erreicht: Er hatte sich einen glänzenden Namen als Feldherrn gemacht und war zu einem reichen Mann geworden.

Tödlicher Anschlag auf einen Diktator

Vor der Rückkehr nach Rom hätte Caesar nach dem Gesetz seine Soldaten entlassen müssen. Dazu aber war er nicht bereit, weil das Heer die Grundlage seiner Macht bildete.

Als er mit seinen Truppen den Grenzfluss Rubikon überschritt, bedeutete dies Bürgerkrieg. Im Auftrag des Senats hatte Pompejus ein Gegenheer aufgestellt. Auch aus diesem Bürgerkrieg ging Caesar als Sieger hervor.

Beim Volk war er nicht zuletzt wegen seiner Großzügigkeit beliebt, bei seinen Gegnern wegen seiner Milde (clementia) geachtet. Im Jahre  45 v.Chr. rief sich Caesar zum Diktator auf Lebenszeit aus. Seine Alleinherrschaft bedeutete das Ende der res publica libera, der „freien" Republik. Der Senat war entmachtet.

Viele Senatoren wollten das nicht hinnehmen; einige entschlossen sich zum gewaltsamen Widerstand. Ihre Verschwörung hatte Erfolg: An den Iden des März (dem 15. März) des Jahres 44 v.Chr. fiel Caesar,  von 23 Dolchstichen getroffen, einem Attentat zum Opfer.

L29: Ablativus absolutus 5

Meisterprüfung

 

1.     ERKENNEN:

Partizip: -nte – ntibus // -ta,-to,-tis (-sa,-so,-sis, -xa, -xo, -xis)

+ Nomen: – a – e – i – o – u; –is – ibus im Abl.

2. VERSTEHEN:

SINNRICHTUNG  (temporal/kausal/konzessiv/konditional/modal) – ZEITVERHÄLTNIS (PPP: VZ/PPA: GZ)

3. ANBINDEN:

BEIORDNUNG – UNTERORDNUNG –  SUBSTANTIVISCHE WENDUNG (= Einordnung)

E            V            A

SitZt im BUS

L29: Ablativus absolutus 4

Logisches Subjekt

 

Bei einem Ablativus absolutus im Passiv wird die handelnde Person häufig nicht ausgedrückt, weil sie aus dem Zusammenhang leicht zu erschließen ist.

Wenn die Person, von der die Handlung ausgeführt wird, zugleich das Subjekt des Rahmensatzes ist, spricht man von dem „logischen Subjekt“. In solchen Fällen übersetzt du den Ablativus absolutus am besten mit Aktiv:

Caesare occiso senatores in omnes partes fugerunt.

Nachdem  die  Senatoren  Caesar  getötet  hatten,  flohen  sie  in  alle Richtungen.

 

a)  Sacrificiis factis Caesar senatum intravit.

b) Precibus senatorum quorundam auditis nemini concessit.

 

Achtung: Das Nomen im Ablativus absolutus (im Beispielsatz: Caesare) ist immer verschieden vom Subjekt des Satzes,  in welchen der Abl. abs. als Adverbiale integriert ist (im Beispielsatz: senatores) !

L29: Ablativus absolutus 3

Abl. abs.: Übersetzung

 

 

Einen  Ablativus  absolutus  übersetzt  du  genauso  wie  ein  prädikatives  Participium coniunctum. Für beide Arten von Partizipialkonstruktionen gilt:

·        In der Regel ist ein PPP vorzeitig und hat passivische Bedeutung; ein PPA  ist in der Regel gleichzeitig und hat aktivische Bedeutung.

·        Wie  ein  Participium  coniunctum  steht  auch  ein  Ablativus  absolutus  zum übergeordneten Verb in einem gedanklichen Verhältnis, das du aus dem  Zusammenhang erschließen musst.

·        Einen Ablativus absolutus kannst du ebenso wie ein Participium coniunc-tum mit Unterordnung, Einordnung oder Beiordnung übersetzen.

 

Es gibt also folgende Möglichkeiten:

 

 

 

Unterordnung

Einordnung

Beiordnung

temporal

als, während, nachdem

während, nach

und währenddessen/danach

kausal

weil

wegen

und deshalb/daher

konzessiv

obwohl

trotz

aber trotzdem/dennoch

konditional

wenn, falls

im Falle

und in dem Fall

modal

indem; dadurch, dass

mit

und auf diese Weise/dadurch

L29: Ablativus absolutus 2

L29: Gr-Einführung – Ablativus absolutus

 

a.     Bellum confectum erat. Caesar divitissimus erat. –

b.     Postquam bellum confectum est, Caesar divitissimus erat –

c.      Bello confecto Caesar divitissimus erat.

 

·        Du siehst: Zwei ursprünglich eigenständige Sätze (a) sind zu einem Satz kombiniert  worden  (b).  Dieser  besteht  aus  einem  Gliedsatz  (postquam  bellum confectum est)  und  aus  einem  Hauptsatz  (Caesar divitissimus erat).  Wie  du schon  vom  Participium  coniunctum  weißt,  lässt  sich  ein  Gliedsatz  zu  einer Partizipialkonstruktion verkürzen (→ 17 G 5, 19 G 3). Ähnlich auch hier:

o   postquam bellum confectum est      bello confecto

·        Diese Art der Partizipialkonstruktion hat zwei Eigenschaften:

o   Partizip und Beziehungswort stehen im Ablativ (bello confecto).

o   Partizip und Beziehungswort bilden einen Wortblock; er kann vom Restsatz losgelöst  werden,  ohne  dass  dieser  grammatisch  unvollständig  wird. Wenn im Satz der Wortblock bello confecto weggelassen wird, bleibt der Restsatz immer noch verständlich: Caesar divitissimus erat.

·        Eine  solche  Partizipialkonstruktion,  die  im  Ablativ  steht  und  vom  Restsatz losgelöst werden kann, heißt Ablativus absolutus (Abl. abs.).

 

L29: Ablativus absolutus 1

Caesar novem annos in Gallia bellum gerebat. Bello confecto divitissimus erat, nam maximam praedam sibi legionibusque comparaverat. Praeda divisa legiones firmissimam fidem ei servabant. Senatores metuerunt, ne Caesar studeret, ut non solum Galliae imperaret, sed etiam Romae. Putaverunt enim : „Libera res publica Caesare imperante in periculo erit!“

1. Suche aus dem lateinischen Text alle Partizipien,  ihr Bezugswort sowie

(ggf.) Ergänzungen der jeweiligen Partizipialkonstruktion heraus! und klammere die Wortgruppe in spitzen Klammern < ... > ein!

Ø Lösung 1:

Caesar novem annos in Gallia bellum gerebat. < Bello confecto > divitissimus erat, nam maximam praedam sibi legionibusque  comparaverat. < Praedā divisā > legiones firmissimam fidem ei servabant. Senatores metuerunt, ne Caesar studeret, ut non solum Galliae imperaret, sed etiam Romae. Putaverunt enim: „Libera res publica < Caesare imperante > in periculo erit!“

1.     Suche aus dem lateinischen Text alle Partizipien,  ihr Bezugswort sowie (ggf.) Ergänzungen der jeweiligen Partizipialkonstruktion heraus! und klammere die Wortgruppe in spitzen Klammern < ... > ein!

2.     Übersetze den Satzkern – Subjekt und (ggf. komplexes) Prädikat – der einzelnen Sätze!

3.     Übersetze die eingeklammerte Wortgruppe!

4.     Versuche die Ergebnisse aus 3.  sinnvoll an die Übersetzung des jeweiligen Satzkerns anzubinden, sodass jeweils ein Satz entsteht!

Ø Lösung 2-3:

1.     Caesar führte Krieg [...] (in Gallien).

2.     Er war steinreich, denn er hatte sich [...] Beute verschafft.

3.     Seine Legionen hielten ihm (unverbrüchliche) Treue.

4.     Die Senatoren fürchteten (etwas).

5.     Sie glaubten nämlich:

6.     „Die Republik wird in Gefahr sein!“

a)     -

b)    durch die/nach Beendigung des Krieges (nachdem der Krieg beendet war)

c)     wegen/nach der Aufteilung der Beute (da die Beute geteilt worden war/ Die Beute war geteilt worden)

d)    -

e)     -

f)      unter Caesars Herrschaft/wenn Caesar herrscht

 

Ø Lösung 4:

1.     Caesar führte Krieg [...] (in Gallien).

2.     Durch/Nach Beendigung des Krieges /Nachdem der Krieg beendet war, war er steinreich, denn hatte er sich [...] Beute verschafft.

3.     Seine Legionen hielten ihm wegen/nach der Aufteilung der Beute /nachdem (weil) die Beute geteilt worden war, (unverbrüchliche) Treue.

4.     Die Senatoren fürchteten (etwas) [...] .

5.     Sie glaubten nämlich: „Die Republik wird unter Caesars Herrschaft/wenn Caesar herrscht in Gefahr sein!“

Frauenleben im Alten Rom

 

1. Das Ideal der römischen Frau der Oberschicht

Pflichtgefühl (pietas ), Treue (fides) und Keuschheit (pudicitia ) wurden als besonders geschätzte Tugenden einer römischen Frau angesehen. Nach dem gesellschaftlichen Normbild eines Mannes fand eine Frau, die diese Eigenschaften besaß, ihren Platz im Haushalt, wo sie unter anderem ihre dienende Rolle als Tochter, Ehefrau und Mutter zu erfüllen hatte. Ihr Ansehen hing jedoch vom sozialen Status ihres Mannes ab. Danach richteten sich auch die Aufgaben einer Frau im Haushalt, wo sie die meiste Zeit verbrachte. In einer wohlhabenden Familie konnte die Frau Aufgaben wie Wasserholen und Kochen den Sklaven übertragen. Sie hatte außerdem die "Schlüsselgewalt" über das Haus und leitete somit den Haushalt. In Abwesenheit des Ehemannes dehnte sich diese Aufgabe sogar aus, und zwar auf die Führung der Familiengeschäfte. Wollte ein Ehemann die häusliche Qualität (domesticum bonum) seiner verstorbenen Frau loben, so ließ er auf den Grabstein neben "Keuschheit, Umgänglichkeit und Gehorsam" auch ihre Wollarbeit (lanificium) meißeln. Die Wollarbeit war nämlich der Inbegriff von Keuschheit (castitas). Skandalös, weil dem Ideal der castitas bzw. pudicitia in krasser Weise widersprechend, war es gewiss, wenn die Hausherrin (domina) sexuelle Dienstleistungen ihrer Sklaven (pueri) in Anspruch nahm, was in der Realität wohl zuweilen der Fall war, wie Martial und Juvenal sozialkritisch berichten. Der größte Tabubruch war dabei die Penetration durch einen Sklaven, insofern diese als Akt der Machtausübung die reale soziale Hierarchie umkehrte: die (freie) domina mutierte zur (unfreien) Sklavin, der puer zum dominus! Das Leben der "idealen" Römerin beschränkte sich aber nicht nur auf den Haushalt. Sie ging aus dem Haus, um einzukaufen, Besuche zu machen, an öffentlichen Unterhaltungen teilzunehmen und in Tempeln zu beten.

In einem berühmten Brief an Aufulanus Marcelllinus[1] stilisiert Plinius d.J. ein gerade verstorbenes Mädchen von kaum 14 Jahren als Muster einer idealen Römerin: Ihre pietas konkretisiert sich in der Liebe zum Vater, im liebevollen Umgang mit dessen Freunden sowie im Respekt vor ihren jeweiligen Erziehern (vgl. Z. 3f.). Die Tugend der Keuschheit (pudicitia) wird durch die Beschreibung ihrer Mädchenhaftigkeit und jungfräulichen Scheu akzentuiert („suavitas puellaris cum virginali verecundia“ (Z. 2)). Schon als junges Mädchen zeigte die Verstorbene darüber hinaus alle Tugenden der zukünftigen Hausfrau (domina), insofern Klugheit (prudentia; Z. 1), Urteilskraft („pro suo quemque officio diligebat“; Z. 4)), Schlichtheit [Konnotation Sparsamkeit!] (parsimonia; vgl. Z. 5)) sowie Selbstzurückhaltung (temperantia; Z. 6), Bescheidenheit (modestia; vgl. Z. 3), Duldsamkeit (patientia; Z. 5) und Standhaftigkeit (constantia; Z. 5) neben der schon erwähnten Keuschheit (s.o.) ihre Würde als Frau (matronalis gravitas; Z. 2) begründen. Nicht zuletzt verfügte die Verstorbene sogar über eine gewisse Bildung (praeceptores  … dilegebat; Z. 4. quam studiose, quam intellegenter lectitabat; Z. 5), welche ihr die Teilnahme am geistigen Leben innerhalb und außerhalb des eigenen Haushaltes ermöglicht hätte.

2. Frauen und die Vormundschaft

Frauen wurde Urteilsschwäche (levitas animi) und Schwäche des Geschlechts (infirmitas sexus) nachgesagt. Diese negativen Eigenschaften sind dazu verwendet worden, die untergeordnete Position der Frau gegenüber dem Mann im römischen Recht zu begründen.

Fast alle römische Frauen bis auf wenige Ausnahmen (vestalische Jungfrauen; freigeborene Frauen, die drei Kinder, und freigelassene Frauen, die vier Kinder hatten) waren keine Personen eigenen Rechts (sui iuris). Sie unterstanden vielmehr der Verfügungsgewalt des Vaters, des Ehemannes oder eines Vormunds (tutor).

Die Verfügungsgewalt des Vaters (patria potestas) beinhaltete eine umfangreiche Machtfülle. So hatte der Vater (pater) beispielsweise die Macht über Leben und Tod der Mitglieder seiner Familie (familia) zu entscheiden und die Möglichkeit, ein Mitglied der Familie zu verkaufen. Außerdem stand es ihm zu, sich zu weigern, ein Neugeborenes aufzunehmen. Die Mutter hatte in diesem Fall keine rechtlichen Möglichkeiten, dies zu verhindern.

Bevor allerdings der Vater seine Kinder oder auch seine Frau mit strengen Maßnahmen bestrafte, sollte er (eigentlich) einen Familienrat oder Freunde befragen. Es wurden dazu jedoch keine zwingenden rechtlichen Vorschriften bis in die späte Kaiserzeit eingeführt. So schritten gelegentlich die Behörden ein, um einen Missbrauch der Gewalt des Vaters über seine Kinder zu verhindern.

Das gesetzliche Mindestalter für die Eheschließung für Mädchen lag schon bei zwölf Jahren, so dass die Verfügungsgewalt bei Schließung einer manus-Ehe (mögliche Eheform) vollständig vom Vater auf den Ehemann überging. Die Frau nahm in dieser Eheform in Bezug auf ihren Mann die Position einer Tochter ein. Immerhin war die Verfügungsgewalt des Ehemannes über seine Frau nicht so umfassend wie die über seine Kinder.

Wurde eine Frau durch den Tod ihres Vaters oder Ehemannes unabhängig, musste sie für Rechtsgeschäfte allerdings einen Vormund haben. Um diesen zu bestimmen gab es u.a. folgende Verfahren:

1.    Ein tutor legitimus wurde bestimmt, wenn der Vater oder der Ehemann ohne Testament starb.

2.    Ein tutor testamentarius / dativus ist hingegen durch ein Testament bestimmt worden.

3.    Oder ein Magistrat beauftragte schließlich eine Person mit der Übernahme der Vormundschaft.

 

              3. Die soziale Stellung der Frau im antiken Rom

Pater familias

 

Die römische Familie wurde vom “pater familias” beherrscht, dem ältesten männlichen Familienmitglied. Er war praktisch der Herr über Leben und Tod der Familiemitglieder. Die Frauen unterstanden immer seiner Vormundschaft. Die männlichen Familienmitglieder erhielten ihre Freiheit, wenn der Vormund starb. Die Vormundschaft über die Töchter wurde an den Agnaten[2] weitergegeben. Diese Gesetzesbestimmungen galten mit zahlreichen Veränderungen bis in die Zeit von Kaiser Diokletian (285-305 n. Chr.)


Der Vormund musste immer zustimmen, wenn eine Frau ein Rechtsgeschäft abschließen wollte. Sie hatte aber die Möglichkeit, gegen eine Ablehnung durch den Vormund zu prozessieren. Blieb er bei seiner Weigerung, konnte die Frau einen anderen Vormund wählen.


Der Einfluss des Hellenismus führte zu Veränderungen in Bezug auf die Stellung der römischen Aristokratinnen. Sie wurden vermögender und ihr Einfluss wuchs. Die männliche Vormundschaft wurde hier nicht mehr so streng ausgeübt.

 

Kaiser Augustus

Kaiser Augustus verabschiedete zahlreiche Gesetze zur Lage der Frauen. Eine Frau, die drei Kinder geboren hatte, konnte aus der beengenden Vormundschaft entlassen werden. Diese, wie auch andere Gesetze sollten die Geburtenrate steigen lassen. Weil aber viele Frauen nicht schreiben und lesen konnten, wurden immer noch männliche Familienmitglieder zu Rate gezogen, wenn sie Rechtsgeschäfte abschließen wollten.


Die römischen Traditionen idealisierten die Frau, besonders in der Rolle als langjährige Lebensgefährtin. Zahlreiche Grabsteine von Frauen geben davon Zeugnis.


Die Ehe konnte vom Vater der Frau geschieden werden. Erst gegen Ende der Republik konnten sowohl der Ehemann bzw. die Ehefrau die Scheidung einreichen. Die Ehemänner konnten nach der Scheidung einen Anspruch auf einen Teil der Mitgift erheben, wenn die Frau sich eines Vergehens schuldig gemacht hatte. Die Kinder blieben nach der Ehe in der Regel beim Vater. Gründe für die Scheidungen waren die Kinderlosigkeit der Frau, Ehebruch und bei Aristokraten politische Gründe. Die Frau wurde als Ehebrecherin hart bestraft, und der pater familias durfte sie, wenn er wollte, ungestraft töten.

Kaiser Augustus regelte auch die sexuellen Beziehungen zwischen Mann und Frau. Männer war es verboten mit Frauen aus der Oberschicht zu verkehren, weder mit Ledigen noch Verwitweten. Der Besuch Prostituierter wurde aber nicht geächtet. Einzelne Frauen umgingen diese rigiden Bestimmungen, indem sie sich als Prostituierte registrieren ließen. Der Kaiser Tiberius verbot es später Frauen aus höchsten Kreisen, diesen “Ausweg” zu suchen. Frauen durften nicht mit Sklaven sexuelle Kontakte haben.

Vergewaltigungen wurden verfolgt, wenn der Vormund des Opfers es so wollte. Die Vergewaltigte trug aber als Opfer in den Augen der Justiz eine Mitschuld an der Tat. So konnte die Frau mit dem Tod bestraft werden, wenn sie sich bei dem Vergehen nicht gewehrte hatte.

Das römische Erbrecht war sehr detailliert und wurde häufig neu bearbeitet, um neuen Gepflogenheiten Rechnung zu tragen. Die Töchter konnten nach dem Tod des Vaters zu gleichen Teilen wie dessen Söhne das Erbe erhalten, falls kein Testament vorlag. Bis in die Zeit Kaiser Hadrians konnten Frauen unter Einschränkungen Testamente verfassen, wobei ihre Töchter nicht bedacht werden durften. Erst ab 178 n. Chr. konnten Kinder Erben ihrer Mütter werden bzw. Mütter die Erben ihrer Kinder. Die Römer nutzten aber Gesetzeslücken, um Frauen trotzdem Vermögen zu vererben. So kam es, dass Frauen aus der Oberschicht bedeutende Vermögen besaßen.

Augustus bestimmte das Mindestheiratsalter für Mädchen auf 12 Jahre. Die Mädchen zogen oft schon vor der Heirat zum zukünftigen Ehemann, damit finanzielle und gesellschaftliche Vorteile schon vorher erhalten werden konnten.

Die Geburtenrate war in Rom niedrig.


Die Lebenserwartung der Frauen war geringer, so dass in den Kreisen die Anzahl der Männer überwogen. Tötungen und Aussetzung von ungewünschten Mädchen taten ein Übriges dazu. Die Mädchen waren, wie im alten Griechenland nicht sehr willkommen. Es gab ein Gesetz aus den Anfängen Roms, das festlegte, dass die Erziehung eines Mädchens in der Familie als ausreichend galt.


Die Familien der Oberschichte waren bemüht, die Familie klein zu halten, damit der Besitz im Erbfall nicht zu sehr aufgeteilt werden musste. Methoden zur Verhütung und Abtreibung waren in diesen Kreisen bekannte und gewünschte Methoden. Um die Geburten anzuheben, wurden unter Augustus unverheiratete und kinderlose Männer und Frauen mit Sanktionen bedroht. Doch alle diese Maßnahmen blieben ohne das gewünschte Ergebnis.

Es gibt kaum Dokumente über die schulische Ausbildung von Mädchen. Angehörige der gehobenen Gesellschaftsschichten wurden von Privatlehrern unterrichtet. Frauen konnten dadurch einen hohen Bildungsstand erreichen und wurden dafür anerkannt. Frauen waren als Musikerinnen und Dichterinnen bekannt und geachtet. Sie leiteten auch literarische Salons in der Zeit vom Ende der Republik bis ins 3. Jahrhundert n. Chr.

 

4. Sklavinnen

Über die Lebensumstände von Frauen aus unteren Gesellschaftsschichten, wie Sklavinnen, Arme und Arbeiterinnen ist weniger bekannt.

Familien aus der Oberschicht besaßen oft tausende von Sklaven. Deren Lebensumstände waren höchst unterschiedlich. Sie lebten nicht alle im Elend, insbesondere die Haussklaven hatten nicht selten ein recht komfortables Leben und besaßen oft eine relativ gute Ausbildung. Frauen, die einen Sklaven heirateten waren gesellschaftlich akzeptiert. Frauen gerieten durch Raub und Kriege in die Sklaverei. Sie arbeiteten als Hebammen, Schauspielerinnen und Prostituierte, sowie als Haugehilfinnen. Sklavinnen in reichen Familien wurden zu Sekretärinnen, Friseurinnen, Vorleserinnen u.a. Berufen ausgebildet. Das relative angenehme Leben dieser Frauen wurde aber dadurch getrübt, dass sie dem Hausherren jederzeit zu Willen sein mussten (dies galt im Übrigen auch für die männlichen Sklaven, die sog. „pueri&ldquo. Die Besitzer ließen sie auch als Prostituierte arbeiten. Sklaven durften keine Sklavinnen heiraten, doch es wurde eine “Sklavenehe”, eine nichteheliche Lebensgemeinschaft, geduldet. Kinder aus diesen Gemeinschaften galten als unehelich und gehörten dem Sklavenhalter. Zahlreiche Dokumente belegen, dass viele dieser “Ehen” über Jahrzehnte andauerten. Auch bei den Sklaven waren die Frauen eine Minderheit. Auch hier wurde versucht sich des weiblichen Nachwuchses zu entledigen. Junge Mädchen wurden ausgesetzt, weiterverkauft oder in Bordelle geschickt. Sklaven konnten auch frei gelassen werden. Im Jahr 4 n. Chr. wurde das dafür nötige Alter auf 30 festgelegt. Da der Staat die Ehe fördern wollte, konnten freigelassene Sklavinnen von ihrem vorherigen Besitzer geheiratet werden. Die Kinder aus dieser Beziehung waren dann ehelich. Freigelassene Sklavinnen durften aber nicht Männer aus senatorischen Familien heiraten, es war gesetzlich verboten. Sklaven hatten auch die Möglichkeit, sich frei zu kaufen. Für Frauen war das sehr schwierig, da sie kaum Gelegenheit hatten, Einnahmen wie Männer zu erzielen.



[1]    §2 Nondum annos XIIII impleverat, et iam illi anilis prudentia,  matronalis gravitas erat et tamen suavitas puellaris cum virginali verecundia.

§3 Ut illa patris cervicibus inhaerebat! ut nos amicos paternos et amanter et modeste

complectebatur! ut nutrices, ut paedagogos, ut praeceptores pro suo quemque officio

dillegebat! quam studiose, quam intellegenter lectitabat! ut parce custoditeque ludebat!

Qua illa temperantia, qua patientia, qua etiam Constantia novissimam valetudinem tulit.

Plinius minor, epistulae V, 16, §§1f.

[2] Agnat:= im römischen Recht ein männlicher Blutsverwandter, der in ununterbrochener männlicher Linie und ehelich legitimiert von einem gemeinsamen Ahnherrn abstammt.

Merksatz Indefinitpronomina

Wilhelm Busch: "Wenn irgendeiner etwas hat, gibt es sofort jemanden, der, was auch immer er hat und wie auch immer es beschaffen ist, neidisch ist."

 


 

 

Ich kenn mich aus mit "cum": Verschiedene Bedeutungen des lateinischen "cum"

Konjunktiv im Haupt- und Gliedsatz

Übersetze!

 

1. Audiatur et altera pars!

2. Dum spiro, spero.

3. Quid faciamus?

4. Pilatus rogavit, quid esset veritas.

5. Sine duce erravissemus.

6. Do, ut des.

7. Nemo scit, quid reus egerit.

8. Quo loco ferias  agamus?

9.  Libenter proximo anno vobiscum in Graeciam profecti essemus.

10.  Utinam ne sine nobis iter fecissetis!

11.  Utrum Romam adeamus an non in terram alienam iter faciamus?

12.  Ne in Italiam iter faciamus!

13.  Utinam nunc ferias haberemus!

14.  Etiam vos feriis in terram externam iter faciatis.

15.  Hac aestate Athenas proficiscamur!

16.  Nunc Athenis versari non solum iucundum, sed etiam salubre (salubris, e:= gesund)  esset.

17.  Frater tuus nos comitetur (comitari:= begleiten) !

18.  Non domi maneatis.

19.  Utinam amici una nobiscum ferias agant!

20.  Ne domi maneant!

21.  Utinam ne nationes Graecis proximae diutius bella gererent!

22.  Utinam consilia mea probaveritis!

23.  Ne mea consilia repudiaveritis (repudiare:= zurückweisen, verschmähen)!

24.  Utinam vos comitari potuissemus!

25.  Vobis non oneri fuissemus.

26.  Hic vir tam stultus est, ut hoc non intellegat.

27.  Homerus poeta numquam nimis laudetur.

28.  Nemo heri hoc dicere ausus est. Quis hodie hoc dicat?

29.  Helvetii cum fortiter pugnarent, tamen victi sunt.

30.  Opto, ne me relinquas.

31.  Oramus patrem, ut nobis ignoscat.

32.)  Pater filiam interrogat, quid agat (b: egerit, c: actura sit)

33.  Pater moriens filios adhortatur (b: adhortatus est), concordiam ut servent (b: servarent).

34.  Pater mortuus est. Utinam pater ne mortuus esset!

35.  Potesne dicere, ubi amicus sit?

36.  Quid faciamus?

38.  Si deus te interroget, quid respondeas?

39.  Si hoc diceres, errares.

40  Si tacuisses, philosophus mansisses!

41.  Tempus adest. Eamus!

 

Deponentien

Übersetze!

 

1. Praemia dabimus, quae vobis polliciti sumus.

2. Lucius de patria bene meritus est.

3. Medicus nuper fratrem meum sanavit, etiam sorori aegrotae medebitur.

4. Cum medicus fratrem sanavisset, nos omnes valde gavisi sumus.

5. Non verebimur fateri, si peccaverimus. 

6. Vereor, ne Marcus amico non auxilietur.

7. Reus se scelus commisisse confessus est.

8. Confitere, quid feceris!

9. Soror mea se mox venturam esse pollicita est.

10. Ne vereamur verum dicere!

11. Pueri verum dicere videbantur.

12. Catilina contra rem publicam coniurare ausus est.

13. Deos, ut maiores soliti sunt, amemus!

14. Avum nostrum cottidie visitare solemus.

15. Deus nobis omnia bona largitur.

16. Servus domino blanditur.

17. Oratori omnes assentiuntur.

18. Multi Romani magistratum petentes gratiam plebis largiendo et blandiendo sibi conci-

liaverunt. 

19. Helvetii se imperio totius Galliae potiri posse speraverunt.

20. Catilina rerum potitus esset, nisi Cicero rem publicam custodivisset.

21. Nos omnes tibi assentimur; etiam ii amici,  qui nunc absunt, tibi assentientur. 

22. Etiam amicos absentes tibi assensuros esse arbitramur.

23. Ex malis mala oriuntur; raro ex malo bonum oritur.

24. Cum sol oreretur, portum reliquimus.

25. Sole oriente Romam profecti sumus.

26. Quod tempestas oritur, nautae naves non solvunt.

27. Imperator urbem adoritur.

28. Incolae timebant, ne hostes urbem aggrederentur.

29. Cum hostes urbem adorirentur, incolae magno timore affecti sunt.

30. Nitor,ut magistratu optime fungar.