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Willkommen!

MAGISTER LAZARUS DISCIPULIS SUIS S.

 

Herzlich willkommen auf meinem Latein-Blog, den ich eigens für euch eingerichtet habe.

Hier findet ihr viele interessante und  nützliche Informationen rund um unseren Latein-Unterricht, z.B.:

  • die Präsentationen mit dem neuen Grammatik-Stoff
  • die Präsentationen mit der Vorerschließung des Lektionstextes
  • realienkundliche Informationen zur Geschichte und Kultur der alten Römer (und Griechen)
  • die Kompetenzraster zur langfristigen und zielgenauen Vorbereitung der Klassenarbeiten
  • Übungen zur Vertiefung und Festigung des Gelernten.


Dieser Blog ist ein "work in progress", d.h. er wächst und gedeiht im Verlaufe eures Latein-Kurses.

Vielleicht habt ihr ja Vorschläge oder Ideen zur weiteren Gestaltung des Blogs?

Ihr könnt (vorausgesetzt alles funktioniert so, wie von mir geplant) auch über diese Seite mit mir per E-Mail in Kontakt treten. Es  besteht sogar die Möglichkeit, diesen Blog zu abonnieren.

 

Ich freue mich auf eure Rückmeldung!

 

VALETE

 

LAZ

 

19.8.17 12:25


18.10.17 19:16


L25ff - Tandembogen

Tandembogen: Übersetze die lateinischen Ausdrücke!

Arbeitet zu zweit. Faltet den Bogen am Knick nach außen und setzt euch so, dass ihr beide eure Seite einsehen könnt. Fragt euch gegenseitig ab. Wechselt nach einem Durchgang die Seiten und geht den Tandembogen ein zweites Mal durch. Die Lösungen hat jeweils die Partnerin / der Partner in den grau unterlegten Feldern. Viel Erfolg!

 

A

B

ridendo verum dicere

(ridendo verum dicere) indem man lacht, die Wahrheit sagen

(saepius mentiri) öfter lügen

saepius mentiri

orationem verbis claris ornare

(orationem claris verbis ornare) eine Rede mit klaren Worten schmücken

(si desistere tibi placet, desiste!) Wenn es dir gefällt/beliebt aufzuhören, hör auf!

si desistere tibi placet, desiste!

Ne dubitaveritis adversarios aggredi!

(Ne dubitaveritis adversarios aggredi!) Zögert nicht, die Gegner anzugreifen!

(Philosophus quidam in foro disputabat.) Ein gewisser Philosoph pflegte auf dem Forum zu diskutieren.

Philosophus quidam in foro disputabat.

Etiam philosophi falsa dicunt.

(Etiam philosophi falsa dicunt) Auch/Sogar Philosophen sagen Falsches.

(sedem, ubi di Olympici habitant, invenire) den Platz, wo die Olympischen Götter wohnen, finden

sedem, ubi di Olympici habitant, invenire

aliquem acris mentis hominem putare

(aliquem hominem acris mentis putare) jemanden für einen Menschen von scharfem Verstand halten

(Neque ullus mortalis hoc negaverit: … .) Aber kein Sterblicher/Mensch dürfte das (Folgende) leugnen!

Neque ullus mortalis hoc negaverit: … .

deos colendo pium se praestare

(deos colendo pium se praestare) Durch die Verehrung von Göttern sich fromm zeigen

(aliquem digito demonstrare) auf jemanden mit dem Finger zeigen

aliquem digito demonstrare

ingenti ingeniuo praeditum esse

(ingenti ingeniuo praeditum esse) mit einem ungeheuren Talent begabt sein

(casus mundum finxit.) Der Zufall hat die Welt/das Weltall geschaffen.

casus mundum finxit.

summam virtutem adhibere

(summam virtutem adhibere) größte Tugend anwenden

(omni pecunia carere) kein Geld haben

omni pecunia carere

ad aram pacis Augustae prope Tiberi sitam ambulare

(ad aram pacis Augustae prope Tiberi sitam ambulare) zum Altar des Augusteischen Friedens in der Nähe des Tibers spazieren (gehen)

(divitiis non corrumpi) sich durch Reichtum nicht verderben lassen

divitiis non corrumpi

Quales viri civitatem administrent?

(Quales viri civitatem administrent?) Was für Männer sollen den Staat leiten?

(tam honestus quam aequus homo) ein (eben-)so anständiger wie gerechter Mensch/Mann

tam honestus quam aequus homo

 

6.10.17 17:44


Kompetenzraster: 1. Klassenarbeit (Mo, 16.10. 2017) – Latein 8A (LAZ)

Kompetenzraster: 1. Klassenarbeit (Mo, 16.10. 2017) – Latein 8A (LAZ)

Kompetenzen

Hier finde ich den Lernstoff

Wie ich meinen eigenen Lernerfolg einschätze

A

B

C

Ich beherrsche den Wortschatz der Actio-Lektionen (1,1 -) 2, 26 - 2, 27.

Lernvokabeln in Actio 1 und 2; (ggf. Tandembogen)

 

 

 

Ich kann die Präposition “cum“ von der Subjunktioncum“ (m. Indikativ oder Konjunktiv) unterscheiden.

Actio 1: L9; Actio 1: L5; L13, S. 123; Actio 2: L24, S. 39

 

 

 

Ich kann die Pronomina hic, ille, qui/quae/quod, idem/eadem/idem deklinieren.

Actio 1: L7, S. 71; L15, S. 140 ; Actio 2 : L27, S. 65f. und Blog

 

 

 

Ich kann einen Konditionalsatz erkennen und je nach Kontext angemessen übersetzen.

Actio 1: L5: S. 52

 

 

 

Ich kann das lateinische Futur II (Aktiv/Passiv) bilden und kontextuell angemessen übersetzen.

Actio 2: L26, S. 55; Blog

 

 

 

Ich kann lateinische Verben im Konjunktiv Perfekt und Plusquamperfekt (Aktiv/Passiv) konjugieren.

Actio 2: L26, S. 57; L27, S. 67 ; Blog

 

 

 

Ich kann einen lateinischen Prohibitivus erkennen und angemessen übersetzen.

Actio 2; L26, S. 57; Blog

 

 

 

Ich kann einen lateinischen Potentialis erkennen und angemessen übersetzen.

Actio 2; L26, S. 57; Blog

 

 

 

Ich kann einen unerfüllbaren Wunschsatz der Gegenwart oder der Vergangenheit erkennen und angemessen wiedergeben.

Actio 2, L27, S. 67; Blog

 

 

 

Ich kann einen Irrealis der Gegenwart oder der Vergangenheit erkennen und angemessen wiedergeben.

Actio 2, L27, S. 67; Blog

 

 

 

Ich kann Partizipien der Gleich- oder Vorzeitigkeit (PPA/PPP) erkennen und entsprechend ihrer Satzgliedfunktion als Attribut oder Adverbiale angemessen übersetzen (Merkwort: WURBS).

Actio 2; L25, S. 49;;

Actio 1: L17, S. 157ff.

 

 

 

Ich kann einen A.c.I. (als satzwertige Konstruktion) erkennen und angemessen übersetzen

Actio 1: L7, S. 69f.

 

 

 

Ich kann lateinische Indefinitpronomina (qui, aliqui[s], quisquam und quidam) konjugieren und kontextuell angemessen übersetzen.

Actio 2: L26, S. 55ff.; L27, S. 65f.; Blog

 

 

 

Ich kann lateinische Verben im Aktiv und Passiv konjugieren sowie einschlägige Deponentien angemessen übersetzen.

Actio 2: S. 202f; 204f. 206f.

 

 

 

Ich kann die einschlägigen Deklinationsschemata (Substantive und Adjektive) aus dem Gedächtnis aufsagen.

Actio 2: S. 213f.

 

 

 

Ich kann die im Unterricht behandelten Positionen der Epikureer und Stoiker darstellen.

Actio 2, S. 62ff.; Blog

 

 

 

Ich kann den Inhalt lateinischer Sätze mit Hilfe der Pendelmethode erschließen.

Unterricht; Blog

 

 

 

A: Damit habe ich nie (oder fast nie) Probleme. - B: Das kann ich ziemlich gut, damit habe ich nur manchmal Probleme. - C: Das fällt mir noch schwer.

6.10.17 17:44


28.9.17 20:00


28.9.17 19:59


4.10.17 18:17


4.10.17 18:17


4.10.17 18:15


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27.9.17 13:19


27.9.17 13:18


L27 - Zenon und die Stoiker

Zenon und die Stoiker

 

Zenon war in allen Bereichen das Gegenteil von Epikur.

Sein Leitmotiv war nicht die Lust, sondern die Pflicht.

Er könnte der Schutzheilige der Beamten und Politiker sein.

Der Gedanke der Pflicht im öffentlichen Dienst erinnert an Friedrich den Großen mit seinem Ausspruch: Ich bin der erste Diener meines Staates.

Zenon hatte preußische Züge, er war unbestechlich und enthaltsam im Essen undTrinken und in der Liebe. Er hatte ein strenges Äußeres, war hager, sein Blick durchdringend.

Er war Phönizier, auf Zypern geboren. In jungen Jahren war er ein erfolgreicher Kaufmann, bis sein Schiff mit einer kostbaren Ladung Purpur unterging. Er konnte sich retten und mietete sich bei einem Buchhändler ein, der Werke von Aristoteles und Plato besaß.

Diese Begegnung weckte sein Interesse an der Philosophie. Er begann, Sokrates wie einen Heiligen zu verehren: seine Bescheidenheit in allen äußerlichen Dingen des Lebens, seine Haltung vor Gericht, die Gelassenheit, mit der er in den Tod ging. Sokrates wurde sein Vorbild.

Zenon wandelte sich wie Saulus zum Paulus. Gesundbeit, GIück, Besitz sind bedeutungslos. Tugend, Vernunft, Pflicht sind alles. Er wurde Philosoph und unterrichtete seine Schüler in einer bemalten Säulenhalle, die auf Griechisch Stoa heißt.

Seine Anhänger nennen sich die Stoiker.

Zenon glaubte nicht an den Zufall. Sein Schiffbruch als junger Kaufmann war für ihn eine wunderbare, göttliche Fügung gewesen.

Alles in der Natur hatte einen tieferen Sinn und Zweck.

Selbst Wanzen hielt er für nützlich, denn sie trieben ihn frühmorgens aus dem Bett.

Sein stoisches Fazit lautete: Leidenschaftslos und unerschüt-terlich soll der Mensch die Schicksalsschläge ertragen und der Gemeinschaft dienen.

Für Zenon war philosophieren die Kunst der Lebensführung. Es sei eine sittliche Aufgabe, mit sich selbst klarzukommen.

Wie schafft man das? Zenon sagte: durch Selbsterkenntnis! Man müsse mit der Natur im Einklang leben, denn die Natur sei göttlich. Die ganze materielle Welt, selbst das All sei durchdrungen von Gott, wobei Gott, Vorsehung und Natur identisch seien. Aus diesem Grund forderte Zenon, keine Tempel mehr zu bauen, denn:

Tempel dürfen nicht für etwas Wertvolles oder Heiliges gehalten werden. Nichts, das von Baumeistern oder Handwerkern geschaffen ist, kann besonders wertvoll oder heilig sein.

Er forderte eine freiwillige Fügung des Individuums in eine göttliche Ordnung:

Frei ist nur der Mensch, der innerlich frei ist und nur das tut, was seine Vernunft tut.

Mit 72 Jahren geriet er aus dem Gleichschritt, stürzte, brach sich einen Zeh und beging Selbstmord.

Bis zum heutigen Tag beeinflusst Zenon das Denken und Handeln der Menschen. Kaiser Marc Aurel, ein Anhänger seiner Philosophie und der mächtigste Mann des römischen Weltreiches, schrieb in seinen Selbstbetrachtungen:

- Die Gegenwart ist nur ein Augenblick der Ewigkeit.

- Oft tut auch der Unrecht, der nichts tut.

- Es ist dumm, sich über die Welt zu ärgern. Es kümmert sie nicht.

Aber nicht nur Kaiser waren Stoiker und Zenon-Anhänger, auch Epiktet, ein von Nero freigelassener Sklave, bezog sich in seinem Handbüchlein der Moral auf ihn:

Verlange nicht, dass das, was geschieht, so geschieht, wie du es dir wünschst. Sondern wünsche, dass es so geschieht, wie es geschieht, und dein Leben wird heiter dahinströmen.

aus: Heine, H., Oh ..., diese Philosophen, München 2015, 53ff.


4.10.17 18:24


L27 - Epikur und die Epikureer

Epikur und die Epikureer

 

Als Enkelschüler Demokrits

hat er mit Scharfsinn und mit Witz

den Atomismus fortgedacht

und Mat'rialismus draus gemacht.

Im Leeren wollt' er tummeln lassen

der Ur-Atome große Massen.

Durch Zufall kräftig durchgemischt,

so liegen sie nun dicht bei dicht,

verhakeln sich durch Druck und Stoß

und bilden so den Erdenkloß,

auch Pflanzen, Tiere, Mensch, Kultur,

doch alles dies aus Zufall war.

[…]

Vor allem gibt es keine Götter:

Die Furcht gebiert sie, sagt der Spötter,

und sollten sie doch etwas gelten,

dann nur in fernen Zwischenwelten,

von wo aus sie uns nicht belangen,

vor ihnen braucht man nicht zu bangen!

Wer die Natur nur recht studiert

vom Aberglauben ist kuriert.

[…]

Doch auch den Menschen und sein Währen

sucht atomistisch er zu klären.

Der Mensch ist erstens, sagt er drum,

durchaus ein Individuum:

Ein zufällig' Atomgemisch,

das lebt und denkt und sorgt für sich.

Der Zufall, dem er selbst entstammt,

hat ihn zur Freiheit auch verdammt.

In dieser instabilen Lage

wird ihm das Leben leicht zur Plage.

Drum muß er, zweitens, etwas finden,

sich so mit andern zu verbinden,

daß ihm das Schutz und Halt verleiht:

ein Molekül der Sicherheit'

Dies schafft der Freundschaft Liebeslust,

wie schon Empedokles gewußt.

Als einziges soziales Band

hat er nur diese anerkannt.

Kein größer Gut gibt es auf Erden,

als eines Freundes Freund zu werden'

Gesellschaft, Staat und Großverbände

hielt er für schwankendes Gelände.

Der Weise hält sich davon fern,

beschränkt sich auf die Freunde gern.

Er lebt privat und ganz bescheiden,

so läßt sich Unbill meist vermeiden.

Und trifft ihn ein zu hartes Los,

so braucht es des Entschlusses bloß,

es ein für allemal zu wenden

und solches Leben zu beenden.

Der Meister, den man sehr verehrte,

in seinem Garten solches lehrte.

Die Schüler saßen drum herum,

das war dann ein Symposium,

bei dem mit Wein, Weib und Gesang

und vieler voller Becher Klang

die Lehre sich der Tat verband,

[…]

So sehr die Frommen sich ereifert

und gegen Epikur gegeifert:

Noch jeder Lebemann von Welt

hat sich auf Epikur gestellt.

Auch der moderne Mat'rialist

noch immer dessen Schüler ist.

 

aus: Geldsetzer, L. Die Philosophenwelt in Versen vorgestellt, Stuttgart 1985, 34 - 37.

 


4.10.17 18:24


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